Johannes Landschauer -  ein Auge für Motive
johannes@landschauer.at
Johannes Landschauer | A-2105 Unterrohrbach | Leobendorfer Straße 34/3
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Reisebericht: Afrika 2015 - Reisetipps Botswana & Namibia

1. In Namibia und Botswana ist es im Winter - wir waren im Juni - wirklich kalt. Es gibt auch kaum Heizungen und bei Game Drives ist man immer im offenen Jeep unterwegs. Daher ist es klug, genug warme Kleidung mítzunehmen, wie Schiunterwäsche, Rollkragenpullis (eventuell vorne zum Öffnen), Stirnband, Haube, auf jeden Fall eine Schal bzw. ein großes Tuch. Auch eine windfeste Jacke, die auf jeden Fall bis zum Kinn reichen soll, ist empfehlenswert. Am besten in einem großen Rucksack, in dem man alle Kleidungsschichten bei Nichtbedarf verstauen kann. 2. Bei Rundreisen, bei denen man aus dem Koffer lebt, packe ich kleine Wäschestücke, wie Slips, Socken etc. in einen Wäschesack. Somit verteilen sich diese Kleidungstücke nicht in der gesamten Reisetasche und sind immer griffbereit. Das gleiche gilt für Kabel und sonstige technische Ausstattung. 3. Weiters sind Wanderschuhe, die über den Knöchel gehen empfehlenswert. Einerseits sind sie wärmer als andere Schuhe und anderseits schützen sie im Busch die Beine besser vor Dornen, Ungeziefer, etc. 4. Unsere Botswana Rundreise haben wir über die botswanische Agentur “Gondwana Tours & Safaris” gebucht. Diese Agentur ist um einiges günstiger als österreichische oder deutsche Reiseagenturen. Frau Presske spricht deutsch, ist äußert freundlich und beantwortet Fragen innerhalb kürzester Zeit. Die Reise war perfekt organisiert, die Weiterreichung von einem Camp zum anderen hat reibungslos funktioniert und wir haben uns immer wohl und sicher gefühlt! 5. In Botswana empfiehlt es sich immer US$ in Einzelstückelung als Trinkgeld dabei zu haben. 6. Wenn man spät abends in Windhoek landet und in der Nähe des Flughafens nächtigen möchte, bietet sich die Etango Ranch an. Dies ist ein eher reizloses Motel, aber Frühstück und Abendessen sind sehr gut und der große Vorteil, sie ist nur 4 km vom Flughafen entfernt. 7. Die Luft in Namibia ist sehr trocken und bereits am zweiten Tag hatte ich massive Probleme mit meiner Nase. Auch andere Reisende hatten Probleme. Daher am besten ein entsprechende Salbe mitnehmen. Wir hatten Bepanthem dabei, was sehr gut geholfen hat und ein Labello für die Lippen ist ein Muss. 8. Um gut vorbereitet zu sein, sollte man die “Etoscha-Karte” bereits zu Hause besorgen. Eigentlich sollte sie in jedem NWR-Restcamp zu kaufen sein, aber dort ist sie meist nicht vorrätig - hier der Link, wo sie zu kaufen ist.  Im Klaus Hess Verlag gibt es das Buch “Etoscha - Den Tieren auf der  Spur” von Neil MacLeod & Nikos G. Petrou. Dieses Buch beschreibt die einzelnen Wasserlöcher und gibt auch einen guten Überblick über die dort lebenden Tiere. Wir finden beide sehr gut. 9. Das Wasserloch in Okaukuejo ist interessanterweise um die Mittagszeit, bis ca. 15.00 Uhr am besten besucht. Dann kehrt Ruhe ein und um ca. 20:30 Uhr kehren die Tiere zurück - zumindest konnten wir das im Juni beobachten. 10. Als Selbstfahrer in der Wildnis empfiehlt sich ein PKW, bei dem man höher sitzt, ganz einfach weil man mehr sieht. Obwohl in der Etosha-Pfanne ein 2WD (Zweiradantrieb) ausreicht, werden wir das nächste Mal einen 4WD mieten. Bis auf die Zufahrtstraße ist keine Straße geteert und speziell die Nebenstraßen sind voll Schlaglöcher und großer, teilweise scharfer Steine. D.h. der Fahrer muss immer auf die Straße sehen und kann daher die Gegend nicht genießen bzw. auch nicht nach Tieren Ausschau halten. Wobei es kommt vielleicht gar nicht so sehr auf den Antrieb an, sondern auf die Reifen, Offroad- Reifen wären optimal! 11. Weiters empfiehlt es sich in der Etosha-Pfanne immer mit entgegenkommenden Fahrzeugen zu kommunizieren, um sich auszutauschen, wo welche Tiere gesehen wurden. 12. Und ein letzter “spezieller” Tipp: Aussteigen empfiehlt sich in der Etosha-Pfanne gar nicht - ist auch nicht erlaubt! Also Mädels, wenn Ihr auf die kleine Seite müsst, gibt es im Internet “Taschen-WCs” zu kaufen, oder Ihr nehmt von zu Hause einen kleinen Trichter mit und pinkelt dann in eine leere Flasche. Wenn man im Auto den Sitz ganz zurückstellt, ist es mit etwas Übung gar kein Problem!
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